Was ist Kommunismus?

Definition und Ziele

Kommunismus ist eine gesellschaftliche Praxis, in dem die wichtigsten Ressourcen, Produkte und Produktionsmittel nicht privat verwaltet, verfügt und besitzt werden dürfen, sondern die gesamte Verwaltung und Inbesitznahme gehört der Gemeinde (Gemeineigentum). Solche Gesellschaften setzen sich für gleichberechtigte Aufteilung von Arbeit und allen entstandenen Profiten und Leistungen ein. Das Ziel ist es, mit revolutionären Mitteln die kapitalistische Ordnung zu stürzen und eine klassenlose Gesellschaft zu schaffen, in der alle Güter volkseigen und gleich verteilt sind.

Ursprung

Auch das Arbeits- und Besitzsystem der Inka war kommunistisch geprägt.

Auch das Arbeits- und Besitzsystem der Inka war kommunistisch geprägt.

Das Ejido-System der Ureinwohner von Mexiko und das Besitz- und Arbeitssystem der Inka waren beide kommunistisch orientiert, obwohl das Ejido System eine Frage von mehr oder weniger selbstständigen Gemeinden war, die ihre eigenen Länder gemeinsam verwalteten und das Inka-System war eine Art von Gemeindeorganisation in einem höher organisierten Reich.

Die Theorien der Bewegung stammen vom Philosophen und Gesellschaftstheoretikern Karl Marx ab, welcher die Grundlagen für Marxismus und das später erscheinende Kommunismus gelegt hat.

Modelle

Kommunismus muss mann vom Sozialismus unterscheiden, insbesondere wegen der differenzierten Mittel, mit welchem sie das Endziel aufsuchen: Kommunismus propagiert Evolution statt Revolution (welche Sozialismus vertretet) – obwohl diese zwei Begriffe zu einem ähnlichen Ziel streben, der klassenlosen Gesellschaft.

Sowohl Kommunismus als auch Sozialismus setzen alle Menschen auf das gleiche Niveau, das heißt, es gibt keine Klassenteilung, es gibt keine obere und keine untere Klasse. Allerdings hat jede Regierung verschiedene modifizierte Kommunismusmodelle nach ihren Vorstellungen gestaltet und praktiziert.
Joseph Stalin und Wladimir Lenin waren die Masterminds hinter der sozialistischen Arbeiterpartei Russlands, Fidel Castro hat das auf dem Kommunismus basierte politische System in Kuba geleitet, Mao Tung führte die chinesische Arbeiterpartei unter dem Maoismus und auch in Ungarn, Polen, Jugoslawien, Ukraine, Mongolei, der Deutschen Demokratischen Republik waren Kommunistenregime an der Macht.

Kriege und Auseinandersetzungen

Auch Auseinandersetzungen zwischen kommunistischen Staaten und anderen Staaten und Bündnissen, insbesondere dem NATO-Bündnis, sind im 20. Jahrhundert vorgekommen. So bekriegten sich in Korea drei Jahre lang die koreanischen Landsleute gegenseitig, der kommunistisch orientierte Norden gegen den pro-demokratisch orientierten Süden.

Vietnam war ebenfalls ein Schauplatz eines blütigen Konflikts. Der charismatische Revolutionsführer Ho Chi Minh führte die Viet-Min Unabhängigkeitsbewegung, was zur Gründung der kommunistischen demokratischen Republik Vietnam führte (Nord Vietnam). Auch im Süden suchte mann die Unabhängigkeit, aber unter einem anderen System, da eine pro-demokratische Regierung an der Macht war. So entwickelte sich der Krieg von einem Unabhängigkeitskrieg gegen die Franzosen in einen Bürgerkrieg zwischen dem Vietcong und den südvietnamischen Streitkräften, welcher mit dem Einflechten der Großmächte zu einem Stellvertreterkrieg aufwuchs. Der Krieg dauerte etwa 10 000 Tage und endete mit dem Sieg des kommunistischen Nordens, und hinterließ mehr als 2 Millionen Tote, eine zerstörte Ökonomie, Mit Minen verseuchte Landstrecken und dauerhafte psychische Folgen für das Volk.

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