Die Rolle der USA im Vietnamkrieg

Der Vietnamkrieg begann als Befreiungskrieg der vietnamesischen Bevölkerung gegen die französische Kolonialherrschaft. Er entwickelte sich in der Folge zu einem Stellvertreterkrieg zwischen den Kontrahenten im Kalten Krieg. Das Engagement der USA rief international Protestbewegungen hervor. Es endete in einem Desaster für die Supermacht.

Im 2. Weltkrieg fiel Vietnam an Japan. Nach der Vertreibung der Japaner 1945 rief der kommunistische Ho Chi Minh die unabhängige, demokratische Republik Vietnam aus. Frankreich wollte seine ehemalige Kolonie zurückgewinnen und griff 1946 an. Die vom Widerstand gegen die Japaner bereits gut organisierten vietnamesischen Partisanen mussten sich nach erbitterten Kämpfe in die Berge zurückziehen. Nach 1949 erhielten sie Unterstützung der neu gegründeten Volksrepublik China unter Mao Tse-tung.

Die USA unterstützte Frankreich bereits seit 1950. Gemäß der Dominotheorie befürchtete Präsident Eisenhower ein Übergreifen des Kommunismus auf benachbarte Länder. Das Engagement der Amerikaner beschränkte sich in diese französischen Phase des Vietnamkriegs auf Militärberater, Waffenlieferungen und logistische Unterstützung. Trotzdem konnten sich die vietnamesischen Partisanen, die sich seit den 50er Jahren Vietcong nannten, bis 1953 im größten Teil von Vietnam durchsetzen und brachten den Franzosen 1954 eine vernichtende Niederlage bei.

Die Genfer Indochinakonferenz 1945 brachte die Teilung von Nord- und Südvietnam. In Nordvietnam regierte Ho Chi Minh mit chinesischer Unterstützung. Die USA löste ab 1955 die USA als Schutzmacht in Südvietnam ab. Mit ihrer Hilfe konnte Ngo Dinh Diem ein autoritäres Regime Regime errichten, das nur geringe Zustimmung in der Bevöllkerung genoss. Konsequenterweise blockierten Ngo Dinh Diem und die Amerikaner geplante gesamtvietnamesische Wahlen. Der Vietcong konnte in der Folge die südvietnamesischen Regierungstruppen zurückdrängen. Präsident John F. Kennedy verstärkte die amerikanische Präsenz.

Der offizielle Kriegseintritt der USA erfolgte unter L.B. Johnson 1964. In dieser amerikanischen Phase des Vietnamkriegs ab 1964 warfen die USA mehr Bomben auf Nordvietnam ab, als im gesamten 2. Weltkrieg gefallen waren. Sie verseuchten Teile Vietnams durch das dioxinhältige Agent Orange. 1968 rief das Massaker von My Lai weltweite Proteste hervor.

Trotz ihrer materiellen Überlegenheit konnten die USA im Vietnamkrieg keinen Sieg erringen.

Trotz ihrer materiellen Überlegenheit konnten die USA im Vietnamkrieg keinen Sieg erringen.

Die USA konnte trotz ihrer überlegenen Ressourcen gegen die Partisanentechnik des Vietcong keinen Sieg erringen. Die internationale Protestbewegung, auch innerhalb der USA sehr einflussreich, beschleunigte den Rückzug. 1973 erfolgte der amerikanische Truppenabzug, 1975 könnte Nordvietnam Südvietnam erobern.

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