Vietnam

Vietnam ist ein Küstenstaat in Südostasien und grenzt an Laos, Kambodscha, China und das Südchinesische Meer. Seine Nord-Süd-Ausdehnung liegt bei 1300 km und seine Breite an der engsten Stelle bei nur 50 km.
Insgesamt besiedeln das etwa deutschlandgroße Land 90 Mio. Einwohner, die meisten von ihnen die Roter-Fluss- und Mekong-Deltas und betreiben dort Landwirtschaft, während gleichzeitg die Urbanisierung zunimmt und etwa ein Viertel der Einwohner schon in den Metropolregionen Ho-Chi-Minh-Stadt und der der Hauptstadt Hanoi wohnen.

Geschichtlicher Überblick

Auch landschaftlich gesehen, hat Vietnam eine Menge zu bieten.

Auch landschaftlich gesehen, hat Vietnam eine Menge zu bieten.

Das Land war etwa 1000 Jahre mit einigen Unterbrechungen bis ins 10. Jahrhundert hinein von China besetzt, daher weist es viele kulturelle Gemeinsamkeiten mit diesem auf, z.B. den Konfuzianismus oder ursprünglich die chinesische Schriftzeichen.
Ab dem 16. Jahrhundert missionierten und sicherten sich verschiedene europäische Staaten Einfluss in Vietnam, spätestens ab 1883 war es dann französische Kolonie.
Die vielleicht bekannteste Persönlichkeit des Landes, Ho Chi Minh, vereinigte nach Studium und journalistischer Tätigkeit in Paris bis 1930 die im Lande verteilten kommunistischen Parteien und gründete die “Liga für die Unabhängigkeit Vietnams”, kurz Viet Minh, die sich gegen die Kolonialisten stellten.
Zum Ende des 2. Weltkriegs hin besetzen die Japaner Vietnam, doch nach deren Kapitulation erklärt Ho Chi Minh Nordvietnam zur “Demokratischen Republik”.
Erst 1954 siegten Guerilleros aber gegen die erneut herrschenden Franzosen, die anschließende Genfer Konferenz bewirkte eine Trennung in Nord- und Südvietnam.

Vietnamkrieg

1964 schoben die USA eine angebliche Provokation der Nordvietnamesen vor, um Vietnam zu attackieren. Das eigentliche Motiv des Angriffs bestand jedoch in der Furcht, dass der kommunistische Norden seinen Einfluss auf ganz Vietnam ausdehnen könnte und ganz Asien nach dem “Domino-Prinzip” nach und nach unter kommunistische Herrschaft fallen könnte. Am Ende hatte der fast 10 Jahre währende Krieg auf Seiten der Vietnamesen bis zu 2 Millionen Opfer gefordert, etwa 60.000 US-Soldaten fanden den Tod.

Vietnam auf dem Weg zur Moderne

Die letzte militärische Operation Vietnams war 1979 die Invasion in Kambodscha, um die Roten Khmer unter Pol Pot zu entmachten. In den 1990er-Jahren verzeichnete das Land ein starkes Wirtschaftswachstum und nahm erstmals wieder diplomatische Beziehungen zu den USA auf.

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