Der Vietnamkrieg

Der Vietnamkrieg (1964 bis 1975) sollte dem Vormarsch der Kommunisten in Asien Einhalt gebieten. Nachdem diese 1949 in China siegten und 1950 der Koreakrieg begonnen hatte, befürchtete Amerika die Ausbreitung des Kommunismus.

Der Kriegsverlauf

  • Anfang August 1964, Tonkin-Zwischenfall:
    Nordvietnamesische Patroullienboote beschießen den amerikanischen Zerstörer „Maddox“ im Golf von Tonkin. Es kommt zu ersten Luftangriffen der Amerikaner gegen Nordvietnam. Mit der sogenannten Tonking-Resolution des US-Kongresses erhält Präsident Johnson die Vollmacht für die Durchführung des Vietnamkrieges
  • Frühjahr 1965, Boden- und Luftoffensive „Rolling Thunder“ (März 1965 bis Oktober 1968):
    Nachdem es immer wieder zu Angriffen gegen US-Kasernen kommt, werden die Boden- und Luftangriffe verstärkt, um strategisch bedeutsame Punkte und die Infrastruktur Nordvietnams zu zerstören. Bis 1968 werden zeitweise mehr als 500.000 Soldaten in Vietnam stationiert, die gegen nordvietnamesische Widerstandskämpfer (Vietcong) kämpfen
  • Januar 1968, Tet-Offensive:
    Nordvietnam startet einen Großangriff gegen fünf Großstädte, 36 Provinzhauptstädte und etliche Provinzstädte Südvietnams. Viele Amerikaner glauben nicht mehr an einen Sieg.
  • März 1968:
    Amerikanische Soldaten erschießen in dem Dorf My Lai 500 Bewohner (auch Frauen und Kinder), was zu einer weltweiten Kritik an der Vorgehensweise der US-Regierung führt. Die Amerikaner stellen die Luftangriffe ein, aber der Bodenkrieg kommt erst mit dem Waffenstillstandsabkommen am 27. Januar 1973 in Paris zum Stillstand.
  • 1975: Nach dem Abzug der amerikanischen Soldaten wird der Vietnamkrieg beendet und die Sozialistische Republik Vietnams gegründet.

Kriegshandlungen

Der Vietcong trat in kleinen Gruppen auf und sorgte über Dschungelpfade (ca. 16.000 km, auch Ho-Chi-Min-Pfad genannt) für Nachschub. Raffiniert angelegte Tunnelsysteme ermöglichten es dem Vietcong, sich im Dschungel oder in den Dörfern zu verstecken. Obwohl technisch und materiell überlegen, hatten die Amerikaner wenig Chancen in diesem Dschungelkrieg. Soldaten mussten per Hubschrauber in unwegsamen Gebieten abgesetzt und wieder aufgenommen werden. Neben den Kampfhandlungen wurde auch Napalm eingesetzt und Entlaubungsmittel (Agent Orange) versprüht, um den Vietcong besser aufspüren zu können.

Auswirkungen des Vietnamkrieges

Der Vietnamkrieg hat sowohl auf Seiten der USA als auch auf Seiten Vietnams viele Opfer gekostet.

Der Vietnamkrieg hat sowohl auf Seiten der USA als auch auf Seiten Vietnams viele Opfer gekostet.

Ein Imageverlust Amerikas, Millionen Tote und ein komplett zerstörtes Land sind das Ergebnis des 11 Jahre währenden Vietnamkrieges. Das versprühte Agent Orange wirkte krebserregend und schädigte das Erbgut. Über Jahrzehnte wurden Kinder mit Missbildungen geboren. Viele Überlebende leiden an Traumatisierungen und Krankheiten.


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